Kellerwald, Edersee und Regen

Nach dem letzten gemeinsamen Wochenende am Feldberg im Taunus war dieses Mal der Kellerwald in Nordhessen dran. Bei dieser Tour sollte es allerdings abends nicht in die warme Pension gehen, sondern am Ufer des halbleeren Edersees gezeltet werden.

Spontan fiel mir ein Campingplatz in Rehbach ein. Dort war ich vor nachgezählten 24 Jahren im Rahmen eines Vorzelten für meine Spanisch-LK-Klassenfahrt zu Gast. Fünf Jungs wollten mit, 3 waren dabei. Benni, Schürre und Eddy.

Schnell waren die Zelte unter Federführung des Zelt- und Outdoor-Gurus Schürre aufgebaut. Allerdings mit leichter Hanglage (dazu gleich mehr).

Zur Tour:
Zuerst ging es bei Kaiserwetter ein paar Kilometer am Edersee entlang, bevor wir den Kellerwald erreichten. Das leichte Grollen vom Himmel haben wir entweder nicht gehört oder ignoriert. Dank Schürres LTE-Hotspot (Dank auch an die Telekom für ihr gut ausgebautes Netz) war die App komoot in der Lage per Audio zu navigieren. Klappte ganz gut. Bei ersten großen Anstieg (ca. 350 Höhenmeter am Stück). Es fing an zu Schütten. 1,5 Stunden am Stück.

Die darauf folgende Abfahrt war eine richtige Qual. Nass + Fahrtwind = KALT. Die Finder froren ein, sodass ein Bremsen oder Schalten kaum möglich war.

Wieder am See angekommen klarte es zusehends auf. Die Sonne war wieder da. Wir waren allerdings wieder im Wald verschwunden in dem es von den Blättern regnete. Naja. Man muss auch mal Pech haben.

 

Zum Campen:
Prinzipiell bin ich ja zu alt für diese Scheiße. Das war meine Aussage vorher. Das ist aber nicht ganz korrekt, Nur mein Leib ist ist zu alt für diese Scheiße. Besonders wenn das Equipment kacke ist. Das Zelt war topp: billiges Wurfzelt von Quechua. Hat sogar ein Innenzelt und es hat dem Regen und dem Reif Stand gehalten. Der Schlafsack war auch ok. Für 9 Grad Nachttemperatur war er etwas zu dünn. Aber ne Zusatzdecke hat geholfen nicht zu erfrieren. Die Yoga-Matte hat sich als unbrauchbar herausgestellt. Es war zwar nicht kalt von unten, allerdings spürte ich jeden Stein.


Der ganze Zeltbereich auf dem Camping-Platz hat eine leichte Hanglage. Yoga-Matte und Schlafsack meinten, mein Gewicht nicht halten zu müssen. So musste ich jede Stunde einmal wieder hochrutschen.
Das war nicht das einzige Manko am Platz. Die sanitären Anlagen waren mäßig. von 6 Duschen funktionierte eine einzige ordnungsgemäß. Für eine warme Dusche musste man einen Euro berappen. Wechselautomaten suchte man vergebens. Die Rezeption ist zudem nur bis 18:00 Uhr besetzt. Am Folgetag erst ab 09:00 Uhr. Scheint aber wohl so Usus zu sein.

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